Sächsisches Landgestüt

Historie

Im Jahr 1733 wurden die königlichen Jagdstallungen in Moritzburg erbaut. Nach dem Ende der napoleonischen Kriege im Jahr 1828 entschied der sächsische König Anton, gennant der Gütige, in den Moritzburger Jagdstallungen 38 Deckhengste zum landesweiten Einsatz (Landbeschäler) aufzustellen. Ab dem Jahre 1871 wurden Schwere Warmbluthengste der oldenburgisch-ostfriesischen Zuchtrichtung und Kaltblüter auf belgischer Grundlage ab 1911 ergänzend aufgestellt.
Anfang der 1960er Jahre fand die gezielte Umstellung auf eine moderne Reitpferdezucht statt. Außerdem wurden ab diesem Zeitpunkt Haflingerhengste zum Aufbau einer heimischen Haflingerpopulation eingesetzt. Ferner gelang es, gemeinsam mit den Pferdezüchtern in Sachsen und Thüringen, die Rasse des Schweren Warmblüters zu erhalten.

Seit 1992 ist das Landgestüt Moritzburg Sitz der Sächsischen Gestütsverwaltung, zu der neben dem Landgestüt und der angeschlossenen Landesfachschule für Reiten und Fahren auch das Hauptgestüt Graditz bei Torgau gehört.
Im Landgestüt Moritzburg werden ca. 100 Hengste der Rassen Warmblut, Schweres Warmblut, Kaltblut und Haflinger gehalten. Die Aufgaben der Sächsischen Gestütsverwaltung umfassen die Hengsthaltung und Remonteproduktion, die Erhaltungszüchtung existenzbedrohter Pferderassen, die Aus- und Fortbildung von Reitern und Fahrern sowie die Vorbereitung von Pferden für die Hengst- und Stutenleistungsprüfungen.

Alljährlich im September finden seit 1942 auf dem großen Paradeplatz hinter Adams Gasthof die traditionellen Moritzburger Hengstparaden statt. Sie sind ein großer Besuchermagnet und ziehen bis zu 30.000 Gäste und Urlauber nach Moritzburg.